Was darf es den sein? – Glatt, gesäuert, sandgestrahlt, gestockt, …
Mit der heutigen Technik sind den Betonoberflächen keine Grenzen mehr gesetzt. Mit speziellen Verfahren – chemischer, mechanischer oder handwerklicher Natur – bekommt Ihr Bauteil seinen ganz eigenen Charakter. Auch mit den Zuschlagstoffen lassen sich individuelle Betonrezepturen herstellen, die sich vom herkömmlichen Betongrau unterscheiden. Wir haben uns in den Jahren auf verschiedene Betonoberflächen spezialisiert, denn Grau war gestern!
Mögliche Betonoberflächen

Glatte Oberfläche
Die sichtbare Betonoberfläche wird durch eine glatte Schalung bestimmt. Es entstehen gleichmäßige Betonoberflächen. Einzig Stossfugen von Schalungen können sich leicht abzeichnen.

Gesäuerte Oberfläche
Beim Säuern wird die feine Zementhaut der glatten Betonoberfläche chemisch durch Säure entfernt. Durch den Säuerungsvorgang legen unsere Spezialisten die groben Zuschlagstoffe ganz wenig frei, wodurch die Oberfläche leicht angeraut wird. Es sind unterschiedliche „Säuerungstiefen“ (Rauheitsgrad) möglich.

Gestrahlte Oberfläche
Die glatte Oberfläche wird mittels Sandstrahlverfahren mechanisch bearbeitet. Durch das Strahlen wird die glatte Oberfläche abgelöst, wodurch die Betonoberfläche durch die hervortretenden Zuschlagstoffe einen ganz eigenen Charakter erhält. Es sind unterschiedliche Feinheitsgrade (fein bis grob gestrahlt) beim Strahlen möglich. Die Oberfläche wird durch das Sandstrahlen weniger witterungsanfällig.

Gestockte Oberfläche
Die Betonoberfläche wird mit einem Stockhammer oder einer Stockmaschine nachbearbeitet. Durch das gleichmässige Aufschlagen der Betonoberfläche erhält der Beton einen matten und strukturierten Charakter. Durch das Stocken erscheint die Oberfläche deutlich weniger witterungsanfällig. Dies ist ein aufwendiges Verfahren und kann in verschiedenen Stockungsgrössen ausgeführt werden. Beim Stocken können einzelne Steine ausbrechen, was zu grösseren Unebenheiten in der Oberfläche führen kann.

Besenstrichoberfläche
Die Besenstrichoberfläche ist eine strukturierte Betonoberfläche, die durch das Abziehen des noch frischen Betons mit einem Besen entsteht. Dabei entstehen gleichmäßige, parallel verlaufende Rillen, die der Oberfläche eine charakteristische, raue Optik verleihen. Neben ihrer gestalterischen Wirkung verbessert die Besenstrichstruktur insbesondere im Außenbereich die Rutschhemmung und eignet sich daher für Wege, Rampen, Plätze sowie andere begehbare Betonflächen.

Oberfläche mit Strukturmatrizen
Strukturmatrizen sind Schalungseinlagen, die verwendet werden, um Betonoberflächen eine spezielle Struktur zu verleihen. Mit den elastischen Strukturmatrizen können individuelle Formgebungen, natürliche Strukturen, Schriftzüge und sogar Fotos in die Betonoberfläche eingearbeitet werden.

Fotobeton
Als Fotobeton bezeichnet man eine spezielle Form von Sichtbeton, bei dem sich mit Hilfe moderner Techniken Motive und Fotos dauerhaft in die Betonoberfläche einarbeiten lassen. Die Strukturen in der Oberfläche entstehen durch unterschiedliche Abbindeprozesse, die auf dem Fotobeton-Verfahren oder auf speziellen Frästechniken basieren. Das Zusammenspiel von ausgewaschener/-gefräster und glatter Betonoberfläche machen das Design auf der Betonoberfläche sichtbar.

Waschbetonoberfläche
Bei Waschbetonoberflächen wird die Schalungsfläche vor dem Betoniervorgang mit einer Verzögerungspaste behandelt. An den bestrichenen Stellen kann der Beton an der Oberfläche nicht abbinden, wodurch nach dem Auswaschen die Zuschlagstoffe markant sichtbar werden.

Geschliffene Oberfläche
Beim Schleifen wird die glatte Betonoberfläche mit einer Schleifmaschine mechanisch bearbeitet. Dabei wird die Zementhaut und die Gesteinskörnung an- respektive abgeschliffen. Zum Schutz der angegriffenen Oberfläche wird im Anschluss eine Lasur aufgetragen.

Oberflächenschutz
Wir empfehlen Ihnen die Betonoberfläche mit einem chemischen Schutz (Imprägnierung, Graffitischutz, Hydrophobierung, Massenhydrophobierung) zu schützen, damit diese länger schön aussieht. Es ist nicht zwingend notwendig, aber vor allem bei den aufgerauten Oberflächen (gesäuert, gestrahlt, gestockt, geschliffen) empfiehlt sich ein Oberflächenschutz, da durch die Nachbehandlung die Betonoberfläche verletzt wurde.
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